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Typische Probleme bei der Unternehmensnachfolge kennen und vermeiden

Auch wenn keine Unternehmensnachfolge einer anderen genau gleicht: In der Praxis sind einige typische Probleme bekannt, die die Nachfolgeregelung erheblich erschweren oder sogar scheitern lassen können. Nachfolgend werden die häufigsten exemplarisch vorgestellt. Ziel ist es, Unternehmer für immer wieder auftauchende Probleme rechtzeitig zu sensibilisieren, damit sie gar nicht erst Gefahr laufen, an ihnen zu scheitern. Auch wenn einige Unternehmer von diesen Herausforderungen bereits gehört haben, bereiten sie in der Praxis immer wieder Probleme.

 

Zu späte Planung

Die Unternehmensnachfolge ist ein komplexes Thema, das auch für den abgebenden Unternehmer persönlich von hoher Bedeutung ist. Er gibt sein Lebenswerk in „fremde“ Hände. Zudem ist die Nachfolge für den Unternehmer Neuland, denn für gewöhnlich regelt er diese genau einmal in seinem Leben. Dadurch kann die „Nachfolgeplanung“ als unangenehmes Thema wahrgenommen werden, das es zu vermeiden gilt. Dennoch sollte das Thema nicht allzu sehr auf die lange Bank geschoben werden, denn hier ist Vorsicht geboten: Der mit der Unternehmensnachfolge verbundene Zeitaufwand darf nicht unterschätzt werden, denn mit abnehmendem Planungshorizont sinken auch die Handlungsalternativen! Erfahrungen der Industrie- und Handelskammern zeigen eine durchschnittliche Dauer von drei Jahren, wobei die Dauer von Fall zu Fall erheblich variiert. Bei der Übergabe des Staffelstabs von einem Unternehmer zum nächsten gilt: Jeder Fall ist anders! Nachfolgeregelungen sind nicht standardisierbar. Und besonders für Übernahmeverhandlungen mit externen Nachfolgern gilt: (Zeit)Not ist ein schlechter Begleiter.

 

Unterschiedliche Kaufpreiserwartungen

Bei der Ermittlung des Kaufpreises spielen in der Praxis nicht selten auch subjektive Wertvorstellungen eine Rolle. Der abgebende Unternehmer hat mit großem Einsatz in jahrelanger Arbeit sein Unternehmen dorthin gebracht, wo es heute steht. Dafür musste er – man denke etwa an den privaten Bereich – viele Entbehrungen in Kauf nehmen. Fließen diese Erfahrungen des Unternehmers in die Wertvorstellung vom Unternehmen ein, entsteht ein – aus Sicht des Käufers – überhöhter Kaufpreis. Der Nachfolger denkt nicht darüber nach, was der Übergeber zum Aufbau des Unternehmens geleistet hat. Für ihn ist interessant, wo das Unternehmen heute steht und wie werthaltig es heute ist. Sicher wirft er einen Blick in die Zukunft und fragt sich, welche Erträge der Betrieb zukünftig erwirtschaften kann. Aber keinesfalls wirft er einen Blick in die persönliche Vergangenheit des Unternehmers. Der Nachfolger kann und will daher keine aus seiner Sicht überzogenen Kaufpreisvorstellungen akzeptieren. Die einzig sinnvolle Verhandlungsbasis kann daher ein objektiv, nach anerkannten Methoden ermittelter Unternehmenswert sein. Andernfalls ist die Gefahr des Scheiterns der Verhandlungen groß. Sachverständige für Unternehmensbewertung, aber auch spezialisierte Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberatungen können solche Wertermittlungen durchführen.


Nicht loslassen können

Spätestens in der konkreten Übergabephase kann es zu Schwierigkeiten durch das „Nichtloslassen-können“ des Unternehmers kommen. Sofern es denn überhaupt zu einer Übergabephase kommt, denn nicht selten scheitert die Nachfolge in solchen Fällen schon zuvor an der mangelnden Rückzugsbereitschaft des Übergebers. Der gestandene Unternehmer hat seinen Betrieb aufgebaut und über Jahrzehnte erfolgreich geführt. Nun übernimmt die nächste Generation die Leitung des Betriebes und verändert manches. Der abgebende Unternehmer hingegen möchte das Unternehmen lieber in altbewährter Weise fortgeführt wissen. Außerdem deutet er die eingeführten Veränderungen als implizite Kritik an seiner Unternehmensführung. Im Ergebnis fühlt er sich „auf den Schlips getreten“ und versucht, in die Führung des Betriebes einzugreifen. Daraus entstehen zwangsläufig Konflikte zwischen Übergeber und Nachfolger, gleichzeitig wird die Autorität des Nachfolgers untergraben. Im Ergebnis wird der Fortbestand des Unternehmens gefährdet.


Ausschließliche Konzentration auf rechtliche und steuerliche Aspekte

Um die Übergabe möglichst steuergünstig zu gestalten und alle Verträge „wasserdicht“ zu machen, erfolgt allzu häufig lediglich eine Konzentration der Planung auf diese Aspekte. Die Gesamtkonzeption der Nachfolgeregelung wird vernachlässigt. Zu spät wird bemerkt, dass auch andere Fragen geklärt werden müssen und überhaupt kein Gesamtkonzept vorhanden ist. Oder die Gesamtkonzeption an die steuerlich günstige Variante angepasst werden muss, die aber unter anderen Gesichtspunkten entweder nicht gewünscht oder überhaupt nicht realisierbar ist. Zielkonflikte ergeben sich dann nahezu zwangsläufig.

 

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